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Tanz Signale


Michael Strauss

Michael Johann Strauss

wurde am 28.07.1988 in Wien als Sohn der Pharmazeutin Mag. Susanne und des Richters Dr. Eduard Strauss geboren.
Nach Kindergarten und Volksschule (1994 – 1998) bei den Barmherzigen Schwestern in der Liniengasse, besuchte er acht Jahre lang das Schottengymnasium der Benediktiner in Wien, wo er 2006 die Matura (Reifeprüfung) mit Auszeichnung ablegte. Nach Ableisten des Grundwehrdienstes, begann er im Wintersemester 2007/08 mit dem Architekturstudium an der Technischen Universität Wien. Er war vielseitig interessiert und sehr erfolgreich und zufrieden mit der Wahl seines Studiums. Die von der Familie stets geförderte Neugier und Reiselust wuchsen. Ende Juni 2010 wurde bei ihm Akute Lymphatische Leukämie (ALL) diagnostiziert. Die erste Blutstammzellentransplantation von seinem jüngeren Bruder Thomas erfolgte am 21.01.2011. Danach durfte Michael ein Jahr lang relativ normal leben. Er nützte diese Zeit sehr bewusst und gab seiner Familie und seiner Freundin Kathi Windisch, mit der ihn ab Herbst 2011 eine intensive Beziehung verband, Liebe, Kraft und Zuversicht! Michael setzte sein Studium sehr erfolgreich fort, unternahm mit großer Freude und Interesse einige Reisen, plante die Wohnung der Brüder in Wien 9, Berggasse 20/31 neu, baute diese mit Freunden um und schmiedete viele schöne Zukunftspläne.
Am 13.02.2012 wurde ein Rückfall (Rezidiv) der ALL diagnostiziert. Am 1. Juni erfolgte die zweite Transplantation von einem englischen Fremdspender, aber der Erfolg wurde von den Nachwirkungen der letzten harten Chemotherapie zunichte gemacht, die die Lunge irreparabel angegriffen hatte!
Er hatte geduldig, zäh, tapfer, stets optimistisch und für viele vorbildlich gegen die böse Krankheit gekämpft.
Am 05.07.2012 starb Michael in der Intensivstation des AKH Wien in Anwesenheit der Familie und Kathi friedlich, ohne nach der letzten Tiefschlafphase das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.
Er war ein stets freundlicher, interessierter, überlegter und humorvoller Mensch, der gern tiefgründige Gespräche führte, insbesondere in den Jahren seiner Krankheit, in denen er noch im Spital auch neue Freunde gewann.
Er aß gern gut und kochte auch selbst sehr gern und gut. In den letzten Jahren war ihm das Singen im Nachwuchsensemble der „Chorvereinigung Schola Cantorum“ und der daraus entstandene Freundeskreis sehr wichtig. „Legendär“ sind seine „Kaffeekränzchen“ in der Wohnung in der Berggasse vor den Chorproben mit selbst erzeugten Süßspeisen.
Eduard Strauss