EJSF
Tanz Signale

Tanz-Signale 2006

"Zu ebener Erde und erster Stock"

Wiener Tanzmusik auf mehreren Ebenen

13. bis 19. März 2006, Wien

Wegen des überaus großen Erfolgs der „Tanz-Signale“ 2004 und 2005 sollen sich die „Tanz-Signale“ in Zukunft weiterhin als Festival der Wiener Tanzmusik des 19. Jahrhunderts etablieren. Das diesjährige Motto – nach der Lokalposse mit Gesang in 3 Aufzügen: "Zu ebener Erde und erster Stock oder Die Launen des Glückes" von Johann Nestroy – eröffnet ganz unterschiedliche Wege der Annäherung an die Wiener Tanzmusik des 19. Jahrhunderts: Einmal unter dem Blickwinkel der Unterschiede aber auch der Gemeinsamkeiten höfisch-adeliger und der aus dem Volk kommenden und für dieses komponierten Tanzmusik. Dann aber auch unter dem Blickwinkel der Interpretation der Originale der berühmten Wiener Walzer, Polkas und Galoppe und ihrer nachfolgenden teilweise überhöhenden Rezeption in der sogenannten „ernsten“ Musik (etwa in Konzertparaphrasen). Ein weiterer Aspekt ist natürlich die für die Theaterstücke komponierte Musik.

Symposion – Konzerte – Tanz

veranstaltet vom

Wiener Institut für Strauss-Forschung

in Kooperation mit

Österreichische Nationalbibliothek
Theater in der Josefstadt
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Universitätsbibliothek Wien
Wiener Stadt- und Landesbibliothek

Auftakt

Montag, 13. März 2006

Universitätsbibliothek Wien, Dependance, Wien 1, Teinfaltstraße 8

19:00

Joseph Lanner – Josef Strauss
Romantiker und Sphärenklänge

Vorträge

Thomas Aigner: Joseph Lanner (1801 – 1843)
Norbert Rubey: Josef Strauss (1827 – 1870)

Musik

Ausgewählte Kompositionen von Joseph Lanner und Josef Strauss nach Originalnoten

Das Salonorchester des Musikgymnasiums Wien,
Leitung: Monika Arbeiter-Salzer

Eintritt frei


Tanz-Workshop I

Dienstag, 14. März 2006

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Batikensaal,
Wien 3, Anton von Webern-Platz 1

10.00 – 11.30 Hannelore Unfried: Tanz-Workshop I

Neben den bekannteren Paartänzen bestand das Ballrepertoire der Strauss-Ära aus einer Vielzahl von Gruppentänzen, von denen lediglich Quadrille, Polonaise und Sir Roger / Virginia Reel noch in Gebrauch sind. Der Workshop stellt ausgewählte Beispiele (Ecossaise, Anglaise, Mazurka, Contredanse, Kör, Sir Roger) vor und behandelt die formale Entwicklung aus „contredanses françaises“ und „contredanses anglaises“ der Mozart-Ära.

Teilnahme kostenlos! Anmeldungen bis spätestens 10. März 2006 unter anmeldungen@johann-strauss.at


Symposion

Dienstag, 14. März 2006

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Joseph Haydn-Saal,
Wien 3, Anton von Webern-Platz 1

15.00 – 15.45 Eröffnung des Symposions

Johann Nestroy, Zu ebener Erde und erster Stock (Lesung: Otto Brusatti)

Wolfgang Klos, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Eduard Strauss, Wiener Institut für Strauss-Forschung
Norbert Rubey, Wiener Stadt- und Landesbibliothek

Johann Strauss (Vater), Tanz-Signale, Walzer op. 218, zeitgenössisches Arrangement für Klavier zu vier Händen
(Marialena Fernandes / Ingomar Rainer, Klavier)

15.45 – 16.30 Impulsreferat

Wilhelm Sinkovicz: „Zu ebener Erde und erster Stock“ – hohe Kunst und niedrige. Gibt es das überhaupt?
Eine feuilletonistische Betrachtung über Wertungen und Bewertungen von Musik im Zeichen der Entstehung der so genannten Unterhaltungs-Musik im Wien des 19. Jahrhunderts

16.30 – 16.45 Pause

16.45 – 17.30 Hannelore Unfried: Mozart – Kontratänze und ihre Entwicklung im 19. Jahrhundert

17.30 – 18.15 Rainer Ullreich: Lebensumstände / Lebenszustände. Der soziale Aspekt im Leben und Schaffen österreichischer (Tanz-)Musiker im 18. und 19. Jahrhundert

18.15 – 18.30 Pause

18.30 – 19.15 Ingomar Rainer: Gedanken zur Aufführungspraxis der Wiener Tanzmusik des 19. Jahrhunderts

19.15 – 20.00 Rudolf Pietsch: Verwendung Strauss’scher Musik im urbanen und ländlichen Milieu

Eintritt frei

Für Erfrischung und Stärkung in den Pausen danken wir wieder SPAR Österreich und BRAU UNION Österreich AG


Gesellschaftstanz

Mittwoch, 15. März 2006

Tanzschule Elmayer, Wien 1, Bräunerstraße 13

14.00 – 16.00 Walzer und Quadrille

Teilnahme: EUR 15,00 / Person, Anmeldung (+43 1) 512 71 97 (ab 15.00) nach Maßgabe freier Plätze


Konzert

Mittwoch, 15. März 2006

ÖNB-Musiksalon
Österreichische Nationalbibliothek, Musiksammlung, Salon Hoboken,
Wien 1, Herrengasse 9

19.30 „Zu ebener Erde und erster Stock“, Gesprächskonzert mit dem Pianisten Stephan Möller,
Kompositionen von Mozart, Beethoven, Schubert, Strauss, Liszt, Schönberg

Eintritt frei


Tanz-Workshop II

Donnerstag, 16. März 2006

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Batikensaal,
Wien 3, Anton von Webern-Platz 1

10.00 – 11.30 Hannelore Unfried: Tanz-Workshop II

Teilnahme kostenlos! Anmeldungen bis spätestens 10. März 2006 unter anmeldungen@johann-strauss.at


Symposion

Donnerstag, 16. März 2006

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Joseph Haydn-Saal
Wien 3, Anton von Webern-Platz 1

15.00 – 15.45 Klaus Hubmann Wiener Musikinstrumente der Strauss-Zeit
Instrumentenbauliche Spezifika - Klang - Spieltechnik

15.45 – 16.15 Michael Huber: Geschichte der Rezeption des Donauwalzers (fand nicht statt!)

16.15 – 16.30 Pause

16.30 – 18.00 Roundtable-Gespräch mit den Referenten des Symposions (Leitung: Wilhelm Sinkovicz)

Eintritt frei

Wir danken der „St. Martin Ihre GesundheitsApotheke“ für die kostenlose Überlassung einer Leinwand und eines Beamers für das Symposion.


„Soirée dansante“

Donnerstag, 16. März 2006

Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Joseph Haydn-Saal
Wien 3, Anton von Webern-Platz 1

19.00 „Soirée dansante“. Musik von Strauss (Vater und Sohn), Lanner, Fahrbach, Mozart, Th. D. Schlee, Wiener Stundenbuch op. 59 (2004) auf Michael Pamers Neueste Linzer Tänze (1822), Volksmusik und anderes. Vorführung der Ergebnisse der Tanz-Workshops I+II mit Hannelore Unfried, es musizieren ein Volksmusikensemble (Ltg. R. Pietsch), ein Ensemble für zeitgenössische Musik (Ltg. P. Burwik) und das Collegium musicum des Instituts J. Haydn (Ltg. I. Rainer).

Eintritt: EUR 10,00; Schüler und Studenten EUR 5,00;
Abendkasse, freier Eintritt für Studierende der Musikuniversität

Für Erfrischung und Stärkung in den Pausen danken wir wieder SPAR Österreich und BRAU UNION Österreich AG


In memoriam

Freitag, 17. März 2006

Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Musiksammlung
Wien 1, Bartensteingasse 9 / 1. Stock

17.00 Thomas Aigner: Einmal Hofoper und zurück – zum 100. Todestag der Sängerin Caroline Tellheim

Eintritt frei


Konzert

Freitag, 17. März 2006

Großer Musikvereinssaal, Wien 1, Dumbastraße 3

19.30 Konzert des Wiener Johann Strauss-Orchesters
Dirigent : Leopold Hager

     PROGRAMM

     Adolf Müller           „Raimund“ Ouvertüre 
     Wenzel Müller          „Tanz“ 
                            aus der Zauberposse „Der Barometermacher auf der Zauberinsel“ 
     Josef Lanner           Die Mozartisten, Walzer op. 196
     Adolf Müller           „Lumpazivagabundus“ Ouvertüre
     Johann Strauss Vater   Tanz-Signale, Walzer op. 218
     Johann Strauss Vater   Fortuna-Galopp op. 69

     Emil von Reznicek      „Donna Diana“  Ouvertüre
     Johann Strauss Sohn    Gruß aus Österreich, Polka Mazur op. 359
     Johann Strauss Sohn    Vom Donaustrande, Polka schnell op. 356
     Johann Strauss Sohn    Donauweibchen, Walzer op.427
     Johann Strauss Sohn    Indigo-Marsch op. 349
     Johann Strauss Sohn    Wiener Blut, Walzer op. 354 
	 

Eintrittskarten an der Kasse der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1010 Wien, Bösendorferstraße 12, Tel. (+43 1) 505 81 90, E-Mail: tickets@musikverein.at, Saalplan unter www.musikverein.at.


Matinee

Sonntag, 19. März 2006

Theater in der Josefstadt, Wien 8, Josefstädter Straße 24

11.00 „Rauf und runter“
„Tanzmusik zu ebener Erde und erster Stock“
Die Neuen Wiener Concert Schrammeln und Otto Brusatti in den Sträußelsälen des Theaters in der Josefstadt

Eintrittskarten an der Kasse des Theaters in der Josefstadt, 1080 Wien, Josefstädter Straße 24, an der Kasse der Kammerspiele, 1010 Wien, Rotenturmstraße 20, telefonisch mit Kreditkarte unter (+43 1) 42 700-300, oder unter www.josefstadt.org.



Änderungen vorbehalten


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